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Monats-Archiv: April 2016 − Reiseblog


Barents­burg – 16. April 2016

Der April zeigt sich mit kal­tem, kla­ren, sta­bi­len Wet­ter von sei­ner bes­ten Sei­te. Ein Aus­flug nach Barents­burg beginnt oft mit dem Blick auf Lon­gye­ar­by­en. Die Fahrt ent­lang der Küs­te, obschon stän­dig von Tou­ris­ten­grup­pen gefah­ren, hat es schon ein wenig in sich. Wer den Motor­schlit­ten nicht eini­ger­ma­ßen beherrscht, kann an den kur­zen, aber kräf­ti­gen Anstie­gen und klei­nen ver­eis­ten Flä­chen schon sei­ne Freu­de haben.

Wer hät­te gedacht, dass man auf einer win­ter­li­chen Fahrt nach Barents­burg ein Wal­ross zu sehen bekommt? Ren­tie­re gab es natür­lich auch, und sogar Weiß­wa­le, letz­te­re aber zu weit weg zum Foto­gra­fie­ren.

Gale­rie Barents­burg – 16. April 2016

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Barents­burg selbst sieht nach dem Umbau der letz­ten Jah­re teil­wei­se eher nach einer ark­ti­schen Groß­ver­si­on von Lego­land aus als nach Russ­land. Die neu­en Fas­sa­den muss man nicht alle mögen, wobei eini­ge Gebäu­de wirk­lich schön sind. Lenin schaut grü­belnd in die Fer­ne. Was er wohl von der Farb­wahl hält?

Ope­raf­jel­let – 13. April 2016

Berg­tour am Ope­raf­jel­let, öst­lich von Lon­gye­ar­by­en. Viel Licht, viel sehr fri­sche Luft, viel Land­schaft.
 
 
 

Gale­rie Ope­raf­jel­let – 13. April 2016

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Lon­gye­ar­by­en Berg­bau­ge­schich­te – 11. April 2016

Lon­gye­ar­by­en war eine Berg­bau­sied­lung, seit der Ame­ri­ka­ner John Mun­ro Lon­gyear 1906 dort, Koh­le abbau­en zu las­sen. 1916 ver­kauf­te er an die nor­we­gi­sche Store Nor­ske Spits­ber­gen Kul­kom­pa­ni, die den Ort bald von Lon­gyear City nach Lon­gye­ar­by­en umbe­nann­te. Die Bedeu­tung ist die­sel­be.

Genau 100 Jah­re spä­ter ist die Store Nor­ske nach ein paar fet­ten Jah­ren wirt­schaft­lich nur noch ein Schat­ten ihrer selbst und ihrer Abwick­lung nur knapp ent­gan­gen. Berg­bau hat in Lon­gye­ar­by­en viel Geschich­te und wenig Zukunft.

Von der Geschich­te haben wir uns etwas ange­schaut. Die Taub­a­ne­sen­tra­le (Seil­bahn­zen­tra­le) steht wie ein Wahr­zei­chen von Lon­gye­ar­by­en ober­halb des Kraft­werks. Aus dem geplan­ten Ein­zug der Ver­wal­tung der Store Nor­ske in die Taub­a­ne­sen­tra­le vor ein paar Jah­ren ist nichts gewor­den. Ab und an fin­den hier nun Kon­zer­te statt, viel­leicht wird dar­aus künf­tig mal so etwas wie ein Muse­um.

Heu­te schon ein Muse­um ist die Gru­be 3. Das ist noch nicht lan­ge so, seit 2009 war sie für den Besu­cher­ver­kehr geschlos­sen. Seit ein paar Mona­ten gibt es für Tou­ris­ten hier wie­der die Gele­gen­heit, eine Gru­be von innen zu sehen. Bis­lang ist das auf die Anla­gen über Tage beschränkt, da der Stol­len erst wie­der gesi­chert wer­den muss. Das soll aber auch dem­nächst pas­sie­ren.

Gale­rie – Lon­gye­ar­by­en Berg­bau­ge­schich­te – 11. April 2016

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Der gro­ße Kran, nach dem Her­stel­ler lokal als Titan­kran bekannt, dien­te frü­her der Ver­la­dung der Koh­le. Heu­te erin­nert er nur noch an alte Zei­ten.

Trap­pers Trail – 09. April 2016

Das Trap­pers Trail Hun­de­schlit­ten­ren­nen ist ein guter Grund, um an einem Sams­tag im April in Lon­gye­ar­by­en zu sein. Seit 2009 fin­det die­ses Ren­nen statt. An die­sem Wochen­en­de, 09./10. April, mes­sen sich 26 loka­le Teil­neh­mer in drei Kate­go­rien: Ski und Pul­ka mit 1-3 Hun­den, wobei der Fah­rer auf Ski­ern steht. Hun­de­schlit­ten mit 3-5 HS (Hun­de­stär­ken) und Hun­de­schlit­ten mit 6-8 HS.

Um 12 Uhr star­ten die Teil­neh­mer, jeweils alle zwei Minu­ten auf­ein­an­der fol­gend, neben dem Forsk­nings­par­ken (Sval­bard­mu­se­um, UNIS) unter gro­ßem Hal­lo, was in der Hun­de­schlit­ten­spra­che „heia“ heißt. Fah­rer und Hun­de fegen mit beein­dru­cken­der Moti­va­ti­on unter den anfeu­ern­den Zuru­fen der Zuschau­er aus dem Ort, wobei das eine oder ande­re Gespann natür­lich auf den ers­ten hun­dert Metern den einen oder ande­ren klei­nen, unge­plan­ten Halt ein­legt, um bestimm­te Zuschau­er noch beson­ders zu begrü­ßen. Dies geschieht in der Regel auf Initia­ti­ve der Hun­de und weni­ger unter Betei­li­gung des Fah­rers und ist Teil des Spa­ßes, um den es hier geht. Aber dann ver­schwin­den sie schnell im Weiß, das heu­te im Advent­da­len herrscht.

Heu­te führt die Rou­te zum Kapp Lai­la in der Coles­buk­ta und mor­gen ent­lang einer ande­ren Stre­cke zurück nach Lon­gye­ar­by­en, ins­ge­samt etwa 75 Kilo­me­ter, mit ein paar for­dern­den Stei­gun­gen. Die Stre­cke ist vor allem unter Wett­kampf­be­din­gun­gen anspruchs­voll, aber Distanz und Gelän­de sind ganz im Rah­men des­sen, was gut trai­nier­te Schlit­ten­hun­de auch im All­tag leis­ten.

Gale­rie – Trap­pers Trail – 09. April 2016

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Über die Jah­re hat das Trap­pers Trail Ren­nen sich einen guten Ruf auf­ge­baut und ist aus der jähr­li­chen Rei­he der kul­tu­rel­len Ereig­nis­se, die auch Zuschau­er von außer­halb anzie­hen, nicht mehr weg­zu­den­ken.

Allen Teil­neh­mern eine gute und siche­re Fahrt!

Dia­ba­sod­den – 06.-07. April 2016

06.-07. April 2016 – Ein Was­ser­fall, vier Per­spek­ti­ven. Neue Tech­ni­ken zei­gen alte Schön­hei­ten in unge­wohn­tem Blick­win­kel. Das Cor­pus delic­ti ist der Hyperitt­fos­sen, ein Was­ser­fall im De Geerd­a­len. Natür­lich läuft dort jetzt kein ein­zi­ger Trop­fen Was­ser, was die Sache aber nicht schlech­ter macht, ganz im Gegen­teil. Das Eis klebt an schrof­fen Basalt­wän­den, daher der Name. Hyperit ist eine Art von Basalt. Ein Sou­ve­nir aus dem Erd­mit­tel­al­ter, aus den frü­hen Zei­ten der Atlan­ti­k­öff­nung. Da war Grön­land noch unmit­tel­ba­rer Nach­bar.

Schö­ne Aus­sich­ten, ein gran­dio­ser Son­nen­un­ter­gang, klei­ne Tou­ren in der Umge­bung, Stil­le. Viel davon. Der Ofen knis­tert und wärmt, ein Scho­ko-Oster­ha­se knis­tert auch erst und wärmt dann eben­falls, von innen. Was will man mehr?

Gale­rie – Dia­ba­sod­den – 06.-07. April 2016

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Mit dem Dia­ba­sod­den sind vie­le alte Erin­ne­run­gen ver­knüpft. Die Erkennt­nis, dass Lum­men und Möwen nicht das­sel­be sind. Dass es Lum­men mit bun­tem Schna­bel gibt, die man Papa­gei­tau­cher nennt. Das ers­te Eis­bä­ren-Erleb­nis, das gleich eine Nah­er­fah­rung wur­de, er stand nachts vorm Zelt, kaum mehr als eine gute Arm­län­ge ent­fernt. Ein Warn­schuss ver­trieb ihn schnell und end­gül­tig. Die Nacht war been­det, alles ande­re blieb. 20 Jah­re ist das nun her.

Sabi­ne Land – 01. April 2016

Wenn man jetzt so ins gemüt­li­che, leich­te Schnee­trei­ben schaut, muss man bei­na­he anneh­men, dass das Wet­ter ges­tern ein freund­li­cher April­scherz war. Ein makel­los blau­er Him­mel, das Kobalt­blau von kei­nem Wol­ken­schlei­er getrübt, nicht mal mikro­sko­pisch klei­ner Dunst. Gar nichts. Fast kein Wind­hauch, und Tem­pe­ra­tu­ren irgend­wo zwi­schen -10 (Lon­gye­ar­by­en) und -20 Grad (Ost­küs­te). Schö­ner als so wird Spitz­ber­gen im April nicht, und schö­ner als im April wird Spitz­ber­gen auch sonst nicht (aber genau so schön auf ande­re Art).

Kurz und gut – es war ein Tag für eine ordent­li­che Tour. Die Can­yons, die in die erd­al­ter­tüm­li­chen Kalk­stein­schich­ten im Sas­send­a­len ein­ge­tieft sind, waren auch ein pri­ma Spiel­platz für ein neu­es Spiel­zeug, wie die ers­ten Bil­der zei­gen. Wobei die ark­ti­schen Tem­pe­ra­tu­ren bald Gren­zen setz­ten.

Klei­ne Streif­zü­ge in der gewal­ti­gen Morä­ne des Rabot­breen. Was die Natur da für eine Land­schaft geschaf­fen hat! Rie­sig, in jeder Hin­sicht.

Noch viel rie­si­ger sind die Eis­wüs­ten wei­ter im Osten, Nord­manns­fon­na und Nach­barn. Ein­drü­cke einer Unend­lich­keit. Zart­blaue Wei­te, am Hori­zont grü­ßen Barents- und Edgeøya. Wir sehen uns im Som­mer.

Der Storfjord an der Ost­küs­te ist schein­bar soli­de gefro­ren, aber in der Fer­ne sieht man offe­nes Was­ser. Die­ser Win­ter ist lei­der mal wie­der ein Nega­tiv-Rekord­win­ter in Sachen Treib- und Fjord­eis, und Spitz­ber­gen macht bedau­er­li­cher­wei­se kei­ne Aus­nah­me. Beim Blick in die nahe Umge­bung scheint die Welt noch in Ord­nung. Ist sie aber nicht.

Gale­rie Sabi­ne Land

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Könn­te man doch nur die Eis­bä­ren in der mitt­le­ren Umge­bung dazu bewe­gen, für einen Moment auf­zu­leuch­ten, es könn­te ein klei­nes Feu­er­werk sein! Irgend­wo ste­cken sie, ganz sicher. Die Spu­ren sind nicht alt.

Am Ende des Tages füh­ren die Spu­ren des Eis­bä­ren nach Osten, hin­aus ins Eis, und unse­re nach Wes­ten, nach Lon­gye­ar­by­en. Alle gehen nach Hau­se nach einem neu­en, guten Tag in der Ark­tis.

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